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Schalldämpfer für die Jagd erlaubt!

29-01-2019

Mit Novellierung des Waffengesetzes ist seit 1.1.2019 unter anderem der Besitz, Erwerb und das Führen

von Vorrichtungen zur Dämpfung des Schussknalles für Inhaber einer gültigen Jagdkarte

als Ausnahme gewährt.

Die Verwendung des Schalldämpfers zur Jagd ist auf Initiative des BLJV mittels Erlass der Bgld. Landesregierung nun klar geregelt

 

Details:

Inhaber einer gültigen Jagdkarte können ab 1.1.2019 einen Schalldämpfer legal erwerben und bei der Jagd führen, wenn sie die Jagd regelmäßig ausüben.

 ACHTUNG: Die effektive Verwendung des Schalldämpfers bei der Jagd ist über das Landesjagdgesetz geregelt!

 

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Menschen, die über eine gültige Jagdkarte verfügen, die Jagd auch regelmäßig ausüben. Eine Überprüfung der Regelmäßigkeit der Jagdausübung wird die Behörde daher nur bei Vorliegen von konkreten Anhaltspunkten vornehmen, wenn aufgrund bestimmter Tatsachen die Vermutung naheliegt, dass der Betroffene die Jagd nicht (mehr) regelmäßig ausübt.

 

Wenn eine gültige Jagdkarte vorgewiesen wird, kann daher ein Schalldämpfer rechtmäßig auf Basis des Waffengesetzes erworben werden und entsprechend der jeweiligen jagdgesetzlichen Bestimmungen bei der Jagdausübung geführt werden.

 

Situation Burgenland: Aus jagdrechtlicher Sicht ist für die Verwendung von Schalldämpfern § 95 Abs. 1 Z 1 lit. d Burgenländisches Jagdgesetz 2017 idgF maßgeblich. Die Jagd mit Waffen mit Schalldämpfern war bislang nur dann erlaubt, sofern diese Person im Besitz von Ausnahmebewilligungen nach anderen Gesetzen war. Diese Einschränkung gründete sich auf die bis zur Novelle BGBl. I Nr. 97/2018 geltenden waffenrechtlichen Bestimmungen.

Da der Landesgesetzgeber die Ausnahmemöglichkeit des § 17 Abs. 3a WaffenG, BGBl. Nr. 52/2015, bereits bisher ausdrücklich berücksichtigt hat, und die in § 95 Abs. 1 Z. 1 lit. d geforderte Ausnahme vom Schalldämpferverbot für alle Jäger mit gültiger Jagdkarte nunmehr bereits ex lege vorliegt, wird die Jagd mit Schalldämpfer im Burgenland für Jäger jetzt generell als zulässig angesehen. (siehe Erlass).

 

Hingewiesen wird darauf, dass die Jagd mit elektronischen Zieleinrichtungen und künstlichen Lichtquellen im Burgenland weiterhin gemäß § 95 Abs. 1 Z 6 und 7 Burgenländisches Jagdgesetz 2017 idgF verboten ist, da in diesen Bestimmungen (im Gegensatz zu § 95 Abs. 1 Z 1 lit. d) nicht auf das Vorhandensein einer Ausnahmebewilligung bzw. eine anderslautende Rechtslage z.B. im Waffengesetz abgestellt wird.

 

Wird dem Betroffenen die Jagdkarte entzogen oder endet die Gültigkeit der Jagdkarte, hat er den Schalldämpfer innerhalb von sechs Monaten einem Berechtigten zu überlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Besitz des Schalldämpfers weiterhin zulässig.

Es ist daher wichtig, immer eine gültige Jagdkarte zu haben, wenn man im Besitz eines Schalldämpfers ist!

 

Schalldämpfer (Vorrichtung zur Dämpfung des Schussknalles) sind auf die gleiche Art und Weise wie die Schusswaffe zu verwahren.