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Afrikanische Schweinepest

 Mit 15. Dezember 2019 tritt die ASP Revisions- und Frühwarnverordnung in Kraft. Das relevante Bundesgesetzblatt der Republik Österreich finden Sie hier.

 

Die Verordnung gilt für das gesamte Bundesgebiet und folgendes ist zu beachten:

Im Revisionsgebiet sind alle verendet aufgefundenen Wildschweine der Behörde zu melden. Diese hat unverzüglich zu veranlassen, dass

  1. amtliche Proben aller gemeldeten Tiere entnommen und an die AGES Mödling (Referenzlabor für ASP) übermittelt werden,
  2. eine entsprechende Kennzeichnung des Fundortes erfolgt und
  3. Maßnahmen gesetzt werden, die eine Zuordnung der Probe zum Fundort ermöglichen.

 

Sofern die seuchensichere Entsorgung des Tierkörpers und des sonstigen Tiermaterials auf Grund der Seuchensituation erforderlich erscheint, hat die Behörde die dazu erforderlichen Maßnahmen anzuordnen.

 

Die Probeneinsendung, die Durchführung der Untersuchungen sowie deren Ergebnisse sind ins Veterinärinformationssystem (VIS) einzutragen.

 

Im Revisionsgebiet ist bei der Jagd auf Wildschweine vom Jagdausübungsberechtigten dafür Sorge zu tragen, dass
  1. die Bejagung so erfolgt, dass die Ausbreitung der etwaig vorhandenen Seuche bestmöglich hintangehalten wird;
  2. jeder direkte oder indirekte Kontakt des Tierkörpers oder des Fleisches mit Hausschweinen vermieden wird und
  3. die von der Behörde auf Grund der Seuchensituation angeordneten Maßnahmen für eine seuchensichere Entsorgung der sonstigen bei der Jagd anfallenden Tiermaterialien eingehalten werden.

 

 

Anfang Oktober 2019 berichteten Medien von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein einem Gatter westlich von Budapest. "Hunderte" von Wildschweinen (Online Artikel hier) wurden gefunden, der verbleibende Restbestand innerhalb des Zaunes wird lt. Medien abgeschossen. Damit springt die ASP erstmals über die Donau in Richtung Österreich und ist rund 130km von der Staatsgrenze entfernt.

 

Besonders im Hinblick auf mögliche Jagdreisen weisen wir auf die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen bei Auslandsreisen in ASP betroffene Gebiete hin. (Infofolder hier)

 

Laut AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sind bei Jagdreisen folgende Punkte zu beachten:

  • Nehmen Sie möglichst keine eigene Jagdkleidung/Jagdausrüstung mit
  • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken oder verendeten Wildschweinen
  • Nicht mit dem eigenen Kfz in das Jagdrevier fahren und kein Wild damit transportieren
  • Reinigen und desinfizieren Sie alle Jagdkleidungsstücke, die Jagdausrüstung, Trophäen, ggf. Fahrzeuge usw. bereits vor der Heimreise. Wenn sie Ihren Hund mitgenommen haben, waschen Sie ihn gründlich (mit Shampoo)
  • Importieren Sie keine Trophäen, Fleisch sowie frische oder verarbeitete Lebensmittel nach Österreich

 

Mit 14. August bestätigte Serbien erstmalig mehrere Ausbrüche von ASP in Kleinhaltungen in der Nähe Belgrads. Erst Ende Juli verzeichnete die Slowakei ihren ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest bei Hausschweinen im Osten des Landes an der Grenze zu Ungarn.

Damit sind zwei weitere europäische Länder in die Liste der direkt betroffenen Staaten aufzunehmen. Aktuell umfasst diese neben den EU-Mitgliedern Belgien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Slowakei, den Baltischen Staaten und Polen, die EU-Anrainerstaaten Russland, Moldawien, die Ukraine und Serbien. Von einem Vorkommen in weiteren nicht EU-Staaten Osteuropas (die nicht an das Europäische Meldesystem angeschlossen sind) kann ausgegangen werden.

 


Weiterführende Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden sich unter:

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/asp_allg.html

 

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/Document_derivate_00001995/FLI-Zusatzinformation_ASP-WS.pdf

(Sinnhaftigkeit der Bejagung im Seuchengebiet)

 

Empfehlung des Burgenländischen Landesjagdverbandes an die Burgenländische Jägerschaft:

 

Falls verendetes Schwarzwild im Revier aufgefunden wird, ist auch im Burgenland die Behörde bzw. der Amtstierarzt zu verständigen. Es ist die Probennahme von  einem amtlichen Tierarzt sowie die weiterführende Untersuchung zu veranlassen, damit wir das Auftreten der ASP im Burgenland definitiv ausschließen können.

 

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Den Artikel "Neue Informationen über die Afrikanische Schweinepest" von Dr. Mirsolav Vodnansky finden Sie hier (Quelle www.jagdfakten.at - November 2017)

Artikel Afrikanische Schweinepest: Aktuelle Lage, Weidwerk 4/2018

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Das Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hat in Zusammenarbeit mit der AGES einen Folder über die ASP erstellt. Sie haben die Möglichkeit den Folder hier einzusehen und herunterzuladen.

Detaillierte Infos zur ASP finden Sie hier. (Kommunikationsplattform Verbrauchergesundheit - laufend aktualisiert).

 

Info Blatt ASP für Saisonarbeiter Landwirtschaft deutsch

Info Blatt ASP für Saisonarbeiter Landwirtschaft ungarisch

 

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 Ministeriumsinformation ASP 23.04.2018

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 Die Afrikanische Schweinepest - Information für Jäger (Jagd und Natur TV)

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 Infos zu ASP Expertensitzungen ab Juli 2017

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 Info ASP BLJV